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Allgemeine Zeitung Bad Kreuznach 2004
Volksbank Nahetal Bad Kreuznach
Seit 2 Jahren haben die Terrakotta-Körper an dreidimensionalem Volumen verloren und nähern sich der Abstraktion. Dies wird unterstützt durch das archaische Material Ton und Modernes wie Kabelbänder aus Kunststoff.
In der Serie "NEXUS" (Verknüpfung) werden diese Vernetzungen konsequent mit Materialien konfrontiert, die anderswo und überall zu finden sin.

Oeffentlicher Anzeiger Bad Kreuznach 2004
Volksbank Nahetal Bad Kreuznach

...Der Materialkontrast zwischen brauner, körniger Tonerde und glattem funktionellen Kunststoff macht den Bruch und die Einschnitte im menschlichen Leben deutlich, verbindet aber auch Altes mit Neuem, Ursprünglichkeit und Hightech, so Ingrid Uhland...

Walliser Bote (Schweiz) - 1992
Ausstellung in Leukerbad
Auch wenn den Terrakotten von Gott kein Lebensatem in die Nase geblasen wurde, atmen sie, leben sie. Hannelore Hilgert spürt den Kern des Menschen auf, weiß einen Augenblick des Menschen in Festigkeit zu bannen, um das Werk so dem Betrachter zur Beantwortung und zum Zwiegespräch zu überlassen.

Wiesbadener Tagblatt – 1995
Skulpturen wohnen im "Atemhaus
"
Fragil und zu "handgreiflichen" Kontakten animierend, nehmen alle Terracotta-Skulpturen als Abbilder menschlichen Seins durch pralle Sinnlichkeit für sich ein. Hannelore Hilgert präsentiert Leben atmende "Geschöpfe aus Erde".

Wiesbadener Kurier – 1996
Galerie HdH - Gedok-Ausstellung
Hannelore Hilgert kreierte Tonplastiken, die in ihrer schroffen, rauhen Struktur in mehrere Schalen zerfallen, sich aufzulösen scheinen und doch um so eindringlicher, kraftvoller und lebendiger werden. Bruchstücke zeitloser Vergangenheit, versteinert zu gezeichneten Torsi.

Kölner Stadt-Anzeiger – 1996
Museum Zündorfer Wehrturm
Inseln inmitten der Gewalt
Poesie von Rose Ausländer und bildende Kunst ließen "Atemhaus" erstehen
"Wie das Gefäß Mensch so zerbrechlich es ist," (Rose Ausländer) wirken die Torsi von Hannelore Hilgert, die zu Gedichten der Lyrikerin entstanden sind.

Rhein-Neckar-Zeitung 1996
Ladenburger Atelierhaus
Die Skulpturen von Hannelore Hilgert sind der Realität entrückt. Große wie kleinere Menschen, Torsi aus Terrakotta, hin und wieder wie zufällig sporadisch mit Oxiden erdnah gefärbt, nehmen den Besucher, den sie aus dem Betrachter machen an der Hand. Sie leiten ihn von der einen zur anderen "aufgebrochenen" Körpergeste, was geborsten ist, gibt "verdeutlichend", ja "unterstreichend", Einblick, so daß das gesamte einzelne Werk aus einem objektiven "Außenraum" und einem subjektiven "Innen- und Binnenraum" zu bestehen scheint.
Es ist etwas "Wunderbares" dabei, diesem Werk von "elektrisierten Handnervenden" zu begegnen, dem Leben wie "nachgezeichnete" Charaktere, die der Antike wie einer das Schöne liebenden Neuzeit, nahe sein könnten.

Oeffentlicher Anzeiger 1998
Install – Kunstraum der Stadt Bad Kreuznach – Prof. Dr. Müller
Das Unvollendete ist beständige Grundlinie in den Arbeiten von Hannelore Hilgert, das Fragmentarische als Bild für die menschliche Existenz.

Wiesbadener Tagblatt - 2001
Kloster Johannisberg/Rheingau
Hannelore Hilgert reduziert kompromisslos auf das Wesentliche. Man kann die wenigsten Werke "schön" nennen, um so mehr aber im besten Sinne interessant. Sie regen an zur Analyse, sowohl was die Aussage hinter dem geschaffenen Objekt angeht als auch in Bezug auf Material und Technik.

Allgemeine Zeitung Mainz 2003
Kunstverein Eisenturm/MVB-Galerie
Hannelore Hilgert setzt auf Sparsamkeit und Reduktion bei ihren Stelen und Körperlandschaften. Besonders anregend sind ihre Materialkombinationen wie in der Arbeit "Entdeckerin", wo sie den Oberkörper und das Halbprofil einer Frau in Terrakotta mit Holzstücken im hinteren Teil des offenen Kopfes verbunden hat, die mit einer Klammer zusammengehalten werden. Das ist die künstlerische Entdeckung in ihrer strengen, einfachen Klarheit.

Mainzer Rhein-Zeitung 2003
Kunstverein Eisenturm/MVB-Galerie
Hilgerts "Körper" sind Terrakotta- und Bronzeplastiken, schmalprofilige Köpfe, gefaltete Hohlkörper oder bis zu Stelen hin abstrakt-kubistisch überformte Torsi.
Zwei stelenhafte Gestalten bilden da ein aus Ton gefaltetes, männlich-weibliches Figurenpaar. Die schönen, hoch aufragenden Körper zeigen Versehrungen. Stufenförmig hat die Bildhauerin sie parzelliert, die Schnittwunden mit losen Plastikbändern notdürfitg verschlossen. Auch mehrere Bronze-Kleinplastiken zeugen vom fragilen Zusammenspiel menschlicher Paarungen.

Nassauische Neue Presse 2003
Amthof-Galerie Bad Camberg

Ihr Material ist die Tonerde, der Stoff, aus dem schon die Menschen der Steinzeit ihre Nutz-Gefäße formten. Durch ihre Arbeit mit diesem Material, das Modellieren, Trocknen und Brennen schafft Hannelore Hilgert eine Verbindung zwischen jenen Anfängen menschlichen Gestaltens und der Gegenwart. Mit Hilfe ihrer Hände bringt die Künstlerin den Werkstoff Ton zu neuem Leben. Sie zeigt den verletzlichen, den versehrten, den hohlen, den sinnlichen Menschen, der gefangen in der Hülle seiner Körperlichkeit durch sie eine neue Ästhetik entwickelt.

Türkis und erdbraun sind auch die Zeichnungen von Hannelore Hilgert unterlegt. In kühner, freier Handschrift entwirft die Künstlerin darin die zweidimensionalen Entsprechungen zu ihren Figuren, was die Ausstellung zum gelungenen Gesamtkunstwerk erhöht.

Rhein-Zeitung Cochem Zell 2003
Kapuzinerkloster Cochem/Mosel
Im Zentrum der Werke von Hannelore Hilgert steht der unvollkommene Mensch in der Zeit des Fortschritts. Mit einer rissigen, grobkörnigen Oberfläche ihrer Arbeiten verdeutlicht die Künstlerin die Verwundbarkeit und Einzigartigkeit des Menschen. Die Fragmente stellen den Körper als brüchige Schale dar, geformt zwischen Vollendung und Zerfall – das, was das Leben ausmacht.

In der Kapelle trifft man auf die "Kritiker", ein markanter monumentaler Kopf im Halbprofil und sieben Bilder, die von der Künstlerin mit Weinbergerde auf Leinwand gestaltet wurden und einen Zyklus bilden. Auf diese Weise verdeutlicht sie ihre Verbundenheit mit dem Weinbau und die Beziehung des Menschen zur Erde.